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4. November 2015 | 4 Kommentare

Ein Jahr Niederländisch am Stück

Vielleicht habt ihr schon aus früheren Beiträgen herausgefunden, dass ich mich sehr für Fremdsprachen interessiere. Heute möchte ich euch vorstellen wie ich es geschafft habe eine für mich komplett neue Sprache zu lernen: Niederländisch. Das Besondere daran ist, dass es mich quasi nichts gekostet hat und ich, meiner Meinung nach, bisher trotzdessen ziemlich erfolgreich mit dieser Methode war.

Warum Niederländisch?
Zunächst fragen sich bestimmt einige von euch weshalb ich mir ausgerechnet Niederländisch ausgesucht habe. Schließlich können doch alle Niederländer sowieso Englisch oder ganz gut Deutsch – zumindest ist das eines der „Vorurteile“ auf der deutschen Seite der Grenze, dem ich auch nicht komplett widersprechen kann. Dennoch war Niederländisch die Sprache meiner Wahl, da ich einerseits beruflich viel Kontakt mit Kollegen und Lieferanten aus Belgien und den Niederlanden habe und auf der anderen Seite auch das ein oder andere Mal in den Niederlanden unterwegs bin. Bei jedem meiner Aufenthalte in den Niederlanden versuche ich mit meinen erlernten Kenntnissen zu glänzen und stelle immer wieder fest, wie überrascht die Einheimischen sind, wenn ein Deutscher „ihre Sprache“ mit ihnen spricht (oder es zumindest versucht 😉 ). Zudem kommt hinzu, dass Niederländisch viele Ähnlichkeiten zu Deutsch und Englisch aufweisen kann, wodurch ich noch neugieriger auf diese Sprache wurde.

Wie ging es los?
Irgendwo in den Untiefen der sozialen Netzwerke wurde ich auf die Website „Duolingo“ aufmerksam – die Leitlinie der Seite ist, dass jeder Mensch kostenlosen Zugang zu hochwertigen Bildungsangeboten haben sollte. Diese Meinung teile ich, weshalb ich mich damals entschloss mir die Seite genauer anzusehen. Sie steckte noch in den Kinderschuhen – so konnte man beispielsweise einen Englisch->Spanisch oder einen Deutsch->Englisch-Kurs belegen. Ich entschied mich damals für den Spanischkurs, da ein Urlaub in Spanien bevorstand und ich so die Möglichkeit hatte ein bisschen zu üben und meine Kenntnisse aus der Volkshochschule etwas zu kräftigen.

Mit der Zeit kamen immer mehr Kurse dazu, so zum Beispiel Deutsch->Französisch oder Englisch->Italienisch und irgendwann folgte auch Englisch->Niederländisch. Das war meine Chance loszulegen und die Website auf „Herz und Nieren“ zu testen. Besonders hervorzuheben ist, dass viele Kursinhalte von Duolingo-Nutzern freiwillig und ohne Vergütung erstellt werden – um anderen Menschen den Zugang zu diesen Sprachen zu ermöglichen. Gerade auch wegen dieses Punktes war ich gespannt, wie einfach es sein wird, eine Sprache komplett ohne Vorkenntnisse nur unter Zuhilfenahme einer Internetseite zu erlernen.

Wie funktioniert es?
Nach einer kurzen Registrierung entscheidet man sich für den Sprachkurs den man belegen möchte. Man kann nun auswählen, ob man einen Einstufungstest ablegen möchte, der sich an Lerner mit Vorkenntnissen der jeweiligen Sprache richtet, oder „von Grund auf“ startet. Da mir die Niederländisch-Vorkenntnisse fehlten, entschied ich mich für die letztere Variante.

Duolingo NL BaumJeder Sprachkurs auf Duolingo ist wie ein Baum angeordnet. Anders als bei einem „echten“ Baum wachsen die Kenntnisse allerdings mit einer relativ schmalen Spitze von oben und man arbeitet sich mit der Zeit nach unten in die Breite durch. Jeder Ast dieses Baums ist mit einer Art Fähigkeit gleichzusetzen – beispielsweise enthält ein Ast Vokabeln zu einem bestimmten Themengebiet wie „Essen“ oder einem grammatikalischem Sachverhalt. Innerhalb dieser Äste gibt es wiederum eine oder mehrere Lektionen in denen man Schritt für Schritt neue Begriffe oder andere sprachliche Besonderheiten lernt.

Die Lektionen führen die neuen Wörter nun nacheinander ein – wie es sich für eine Website gehört natürlich auf interaktive Art und Weise durch Bilder, Hör-, Schreib- und Sprechübungen. So wird man beispielsweise bei einigen Sätzen aufgefordert das Mikrofon anzuschalten* und den entsprechenden Satz vorzulesen. In den meisten Fällen funktioniert die Spracherkennung sogar ausgesprochen gut.

* Wer nicht möchte, dass seine Stimme aufgenommen wird, kann die Sprechübungen auch in den Optionen ausschalten.

Sehr vorteilhaft für die Lerner ist es, dass man mit der Maus über jedes Wort fahren kann und die entsprechende Übersetzung angezeigt bekommt – so entfällt der Griff zum (Online)wörterbuch und man kann bequem auf Duolingo bleiben. Duolingo NL LektionDie Wörter und Sätze werden zudem noch durch eine Sprachsoftware vorgelesen. Nachdem sich die Computerstimme (man kennt sie bspw. von Bahnhofsansagen) anfangs noch ziemlich blächern und stockend anhörte, wurde sie nach Nachjustierungen des Kursteams ständig besser und verständlicher – selbst wenn sie ab und an zu schnell ist, hat man die Möglichkeit sich den ganzen Satz noch einmal langsamer ausgesprochen anzuhören.

Nachdem man alle Lektionen eines „Asts“ abgeschlossen hat, ist dieser „stark“ und er färbt sich, wie man oben im Bild erkennen kann, goldgelb im Baum – das behandelte Thema ist sozusagen noch frisch im Kopf abgelegt und man kann mit dem nächsten Ast weitermachen oder legt eine kleine Pause ein. Nach einer Zeit werden die Äste allerdings schwächer – ihre Farbe ändert sich von goldgelb zu bunt und man wird daran erinnert, dass es Zeit für eine Wiederholung ist. In sogenannten „Auffrischungsübungen“ stärkt man nun die Wörter mit denen man in der Vergangenheit öfter Probleme hatte oder die in den letzten Lektionen nicht so oft vorkamen. Sobald ein Ast „gestärkt“ wurde, färbt er sich wieder goldgelb und bleibt eine Weile lang so bestehen. So wiederholt sich der Kreislauf Tag für Tag und es bleibt selbst nachdem man alle Themen behandelt hat spannend, da man ja möglichst viele „Äste“ seines Baums gestärkt haben möchte.

Was kam dabei raus?
Seitdem ich anfing Niederländisch zu lernen ist ziemlich genau ein Jahr vergangen. Ich habe jeden Tag auf Duolingo geübt, was mir dank der kleinen Lektionen und der Apps für iOS und Android nie schwer fiel. Selbst 10 Minuten am Tag, beispielsweise im Zug oder nach dem Frühstück, reichen aus um die Wörter wieder ins Gedächtnis zu bringen. Motiviert wird man dadurch übrigens vom „Streak“ – jeder aufeinanderfolgende Übungstag wird gezählt und nachdem man eine zwei- oder dreistellige Zahl erreicht hat möchte man schließlich nicht, dass der „Streak“ nach einem Tag Pause wieder auf „0“ zurückgesetzt wird.

Nachdem ich anfangs etwas skeptisch war, stellte ich schon innerhalb kurzer Zeit fest, dass ich deutlich mehr Niederländisch verstehe als vorher. Das ging bei den Anfragen der Kollegen los und hörte mit den Nachrichten oder Werbespots im Radio auf – so wusste ich beispielsweise auf welchen „snelwegen“ (Autobahnen) mich in den Niederlanden ein „file“ (Stau) erwartete oder in welcher Drogerie es gerade wieder zwei Haarwäschen zum Preis von Einer gab – aber Achtung: „op is op“ – „wenn’s weg ist, ist’s weg“ oder etwas förmlicher: „nur solage der Vorrat reicht“ 😀

Reicht eine Website wirklich aus?
Duolingo ist ein guter Ansatz um Vokabeln und einfache grammatikalische Strukturen zu erlernen, damit ist es allerdings nicht getan. Dadurch, dass hinter jeder Software eine gewisse Logik steckt, kann man manche Dinge wie Redewendungen nicht sinnvoll in die Lektionen einbauen, wodurch dieser Teil etwas zu kurz gekommen ist. Eine wirkliche Hilfe war (und ist) mir gerade bei solchen Themen „Buurtaal“, der Blog von Alexandra. Ohne ihn hätte ich nicht gelernt, dass ich mich am Telefon einfach nur mit „met Fabian“ melden oder wie ich eine niederländische E-Mail abschließen kann – 1000 Dank für diese interessanten Beiträge!

Zusätzlich zu den Redewendungen kamen mir auch einige grammatikalische Fragen in den Kopf, die mir auf Duolingo entweder nicht ausreichend genug beantwortet wurden oder nicht komplett verständlich waren, da die Zielgruppe des Kurses ja hauptsächlich englische Muttersprachler sind. In diesem Fall hilft mir „Grammatik kurz & bündig – Niederländisch“ von PONS (ISBN: 978-3-12-562656) weiter. Dort sind die wichtigsten Regeln kurz und verständlich anhand von Beispielen erklärt.

Wenn man bedenkt, dass der komplette Kurs von Duolingo kostenfrei ist und meine einzigen Ausgaben für das Grammatikbuch entstanden, halte ich das Kosten/Nutzen-Verhältnis für sehr hoch. Der Vorteil von Duolingo im Vergleich zu einem Anfängerkurs in der VHS ist für mich eindeutig, dass ich immer, wann ich möchte, üben kann – und zwar in meinem eignenen Tempo. Das ist zwar sicher nicht jedermanns Geschmack aber für mich war es einer der überwiegenden Vorteile. Immerhin behauptet Duolingo auch, dass 34 Stunden Übungszeit auf Duolingo ungefähr so viel Wissen vermitteln wie ein Semester an der Universität.

Ob diese Frage wirklich zutrifft ist eine andere Geschichte, aber ich bin mit meinem Wissensgewinn mehr als zufrieden. Ich kann mich im Niederlandeurlaub mit den Menschen unterhalten, (einfache) E-Mails in der Muttersprache meiner Kollegen und Lieferanten schreiben und die niederländischen Nachrichten verstehen. Nun freue ich mich darauf meine Kenntnisse zu vertiefen.

Habt ihr schon einmal einen Onlinesprachkurs gemacht? Führte er euch zum Erfolg? Welche Tipps und Kniffe zum Niederländisch lernen habt ihr? Über eure Kommentare freue ich mich sehr!

Tot de volgende keer,
– Fabian.


(Zur Vollständigkeit: Dieser Beitrag wurde von keiner der genannten Websites oder Unternehmen finanziell unterstützt und basiert auf rein persönlicher Erfahrung und Empfehlung.)

04.11.2015 - 20:15 | 4 Kommentare
17. August 2015 | 1 Kommentar

Telekom: „Smart Traveller“ – meine Kostenfalle des Jahres

Ich hätte nicht gedacht, dass mein neuster Blogeintrag ausgerechnet von der Telekom handelt, aber aus gegebenem Anlass kann ich nicht anders als über die Geschäftspraktiken dieses Unternehmens zu schreiben.

Geplant war alles ganz einfach: Ich buche zu meinem Laufzeitvertrag mit deutschlandweiter Flatrate die Option „Smart Traveller“ hinzu und kann im EU-Ausland zu günstigen Konditionen telefonieren, ohne mir den Kopf über die kommende Handyrechnung zerbrechen zu müssen. So weit, so gut.

Auf Übersichtsseite der Telekom wird das soweit auch alles einfach erklärt dargestellt:

Kunden mit Smart Traveller-Option

Seit dem 1. Juli 2014 gelten in der Roaming-Ländergruppe 1 folgende Preise:

  • Tefonieren: Abgehend 0,75 € Verbindungspreis pro Gespräch und zusätzlich ab der ersten Minute Anrechnung der nationalen Inklusiv-Minuten. Bei Inlands-Tarifen ohne Inklusivminuten wird zusätzlich zu dem Verbindungspreis von 0,75 € der Preis pro Minute nach Ihrem jeweiligen Tarif (max. 0,29 € /Min.) berechnet.

Das klingt echt verlockend, denn unter der Annahme, es handelt sich bei einer nationalen Flatrate um „Inklusivminuten“ würde man nur 75 Cent pro Gespräch im Ausland bezahlen und der Rest wird ohne Probleme und weitere Kosten über die Flatrate abgerechnet.

Da mir so ein gutes Angebot selbst für die Telekom fast zu kundenfreundlich vorkam, fragte ich bereits im Ende letzten Jahres bei @Telekom_hilft auf Twitter nach und bekam die Antwort: „Ja, wenn du eine Flatrate hast, zahlst du mit Smart Traveller nur die Verbindungsgebühr.“

Für mich war die Sache erledigt und ich freute mich schon auf meinen nächsten Auslandsaufenthalt, bei dem ich zu günstigen Konditionen telefonieren kann. Vor einigen Wochen kam es dazu und voller Freude rief ich zu Hause an, um zu berichten wie es mir in fremden Städten und Ländern so erging. Nun gingen wieder einige Wochen ins Land und als ich meinen Briefkasten öffnete, flatterte mir direkt die Telekom-Rechnung entgegen.

Zu meiner Überraschung stellte ich nun fest, dass neben der Verbindungsgebühr auch noch knapp 3 Euro für das Gespräch an sich abgezogen wurden. „Wer weiß“, dachte ich, „vielleicht schleicht sich ja auch bei einer ehemaligen Behörde mal ein Fehler ein“ und so kontaktierte ich erneut die Damen und Herren bei @Telekom_hilft. Es dauerte auch nicht lange und eine magentafarbene Antwort trudelte auf meinem Handy ein:

Vermutlich liegt also doch ein Fehler mit meiner Rechnung vor? Oder wie kommt diese Antwort zustande? Nach einiger Diskussion stellte sich nun Folgendes heraus:

Wie jetzt? Ein Minutenpreis? Eben hieß es doch noch, es gibt nur einen Verbindungspreis, wenn man eine Inlandsflatrate hat?

Man sagt mir also nun „Hätte ich einen Tarif mit Inklusivminuten (z.B. 100 Freiminuten im Monat), dann würde es bei der Verbindungsgebühr bleiben. Da ich aber eine Flatrate habe, zahle ich nicht nur die Verbindungsgebühr sondern auch noch 29 Cent pro Gesprächsminute.“

Bisher war ich immer in der Annahme, dass es sich bei einer Telefonflatrate um nichts anderes als „unbegrenzte Gesprächsminuten“ handelt, die ja im meinem Tarif inklusive sind – daher auch Inklusivminuten – schließlich bezahle ich dafür ja nicht noch mal extra sondern nur meine Grundgebühr.

Bei der Telekom ist es nun allerdings so, dass eine Flatrate viel weniger Wert ist als sogenannte „Freiminuten“, denn bei diesen zahlen die Nutzer in Verbindung mit der Smart Traveller-Option nun ja deutlich weniger – nämlich nur 75 Cent pro Gespräch, so lange sie ihre Freiminuten nicht überschritten haben.

Als Flatrate-Kunde ist man nun mit dieser „tollen Zusatzoption“ aber gleich doppelt gestraft: Man zahlt nicht nur deutlich mehr als selbst die Telekom auf einem ihrer Social Media-Kanäle sagt, sondern zahlt auch deutlich mehr als Nutzer ohne diese Zusatzoption.

Nutzer der normalen „Welt-Option“ zahlen nämlich nur die von der EU regulierten Roaminggebühren in Höhe von 22 Cent pro Minute und 0,05 Cent für ankommende Gespräche.

Zum Vergleich: ein 10-minütiges Gespräch mit Smart Traveller kostet demnach 0,75€ Verbindungsgebühr + 0,29€ pro Minute = 3,65€. In der voreingestellten „Welt-Option“ 0,22€ pro Minute = 2,20€ für das gesamte Gespräch.

Angenommen ich hätte in meinem Urlaub nun nur 5 Gespräche zu jeweils 10 Minuten geführt, hätte ich durch die Auskunft der Telekom nun 7,25€ mehr ausgegeben als ich eigentlich gemusst hätte.

Als Kunde fühle ich mich mehr als schlecht beraten – schließlich frage ich doch nicht explizit mehrfach nach, um letztendlich falsche Informationen zu bekommen, die mir finanziell schaden. In meinem Fall bin ich nur froh, dass es bei diesem einen, relativ kurzen Gespräch blieb und ich mein Handy nicht exzessiver nutzte.

Allen anderen Kunden, insbesondere denen mit deutschlandweiter Flatrate und Telekom-Laufzeitvertrag, kann ich nur von der Nutzung der Smart Traveller-Option abraten, da sich diese nur als Kostenfalle entpuppt. Für mich erschließen sich bei der Nutzung dieser Option im EU-Ausland keinerlei Vorteile.

Besonders traurig fand ich, dass sich die Kollegen der Telekom fast 7 Stunden nach Absenden meines Tweets auch nicht mal für die Verbreitung der falschen Informationen entschuldigen konnten.

Für mich steht nun fest: der Laufzeitvertrag wird nächstes Jahr gekündigt und die „Smart Traveller“-Option sofort deaktiviert. Jeder Prepaid-Anbieter im E-Plus-Netz schafft es, verständlichere Tarifinformationen zu kommunizieren als der „pinke Riese“. Leider.

Ärgerliche Grüße,
– Fabian.

 

17.08.2015 - 18:02 | 1 Kommentar
10. März 2015 | Noch keine Kommentare

Apple stellt neues MacBook vor: Sind zwei Anschlüsse besser als keiner?

Wie man es von Apple kennt, werden neue Produkte des kalifornischen Hard- und Softwareherstellers in langersehnten „Keynotes“ präsentiert. Gestern war es wieder soweit – mit großer Spannung wurde eine Präsentation der „Apple Watch“ erwartet. So kam es letztendlich auch, allerdings wurden neben der neuen Smartwatch auch neue Laptops vorgestellt.

Der genaue Fokus lag auf der Laptop-Reihe „MacBook“. Wie so oft gelang es Apple das Gerät noch schlanker als seine Vorgänger zu gestalten. So ist das neue Gerät maximal 1,31 cm dick und wiegt nicht mal ein Kilo. Neu ist außerdem, dass es das Gerät in 3 verschiedenen Farben in den Geschäften geben wird.

Eine wichtige Änderung, die viele Nutzer vielleicht gar nicht bewusst wahrnehmen, ist dass es bei Verschlankungen immer auch irgendwo Abstriche geben muss. Ein Laptop, der an der dicksten Stelle nicht dicker als die Fingerspitze meines Zeigefingers ist? Wo soll da die ganze Technik stecken, die sonst üblicherweise in Laptops untergebracht ist?

Am Stärksten fällt dem Nutzer das Platzproblem an der Anzahl der Anschlüsse auf. Früher galt ein Computer als besonders toll wenn er möglichst viele Anschlussmöglichkeiten für die diversesten Geräte mitbringt – das ist beim neuen MacBook endgültig Geschichte. Die Anzahl der Anschlüße wurde von Apple drastisch reduziert: der Nutzer muss sich mit einem Kopfhöher- und einem USB-C-Anschluss begnügen.

Der neue USB-C-Anschluss benötigt deutlich weniger Platz als ein herkömmlicher USB-A-Anschluss, der in der Computerwelt quasi der „Standard“ unter den USB-Steckern ist, und ist zudem ein kleines Multitalent: Das MacBook wird über den Anschluss nicht nur mit Strom versorgt sondern es können auch vielfältige Arten von Datensignalen, bspw. Audio- und Videosignale, in USB 3-Geschwindigkeit übertragen werden.

Da es allerdings nur einen dieser Anschlüsse gibt stellt sich für viele Nutzer eine Frage: Was passiert mit meinen herkömmlichen USB-Geräten? Apples Antwort lautet in diesem Fall: Kein Problem – wir bieten einen passenden Adapter für euch an. Der Haken an der Sache ist allerdings, das dieser benötigte Adapter nicht im Lieferumfang das MacBooks enthalten ist. Wer sich also nicht von Anfang an mit diesem Thema auseinander setzt wird sich spätestens dann ärgern, wenn er bspw. einen einfachen USB-Stick, eine Kamera oder eine externe Festplatte am MacBook anschließen möchte. Keine Chance ohne den passenden Adapter.

Aber selbst wenn man den passenden Adapter clevererweise erworben hat, stößt man beim Aufladen des Geräts auf das nächste Problem: Was ist, wenn das MacBook gerade über den USB-C-Anschluss geladen wird, man aber gleichzeitig ein weiteres Gerät anschließen möchte? Die Antwort von Apple lautet, wie ihr es euch sicher denken könnt, dass auch das alles gar kein Problem sei. Auch für diesen Fall gibt es mit dem „USB-C-Multiport-Adapter“ eine Lösung. Dieser Adapter stellt dem MacBook sowohl einen Anschluss für das Ladegerät, einen (1) USB-A-Anschluss und einen HDMI- bzw. VGA-Ausgang (je nach Version des Adapters) zur Verbindung mit einem externen Anzeigegerät zur Verfügung. Der Adapter ist zum derzeitigen Stand für 89€ zu haben, also für den Durchschnittsverdiener alles andere als „mal eben nebenbei gekauft“.

Was mich sehr stark wundert ist, dass Apple beim neuen MacBook auch auf den erst jungen Thunderbolt-Anschluss verzichtet hat. Jeder, der also gerade aktuelle Geräte mit Thunderbolt-Anschluss erworben hat, kommt auch mit dem neuen MacBook nicht um den Erwerb einens weiteren Adapters herum.

Weshalb sich Apple für diese Anschlussphilosophie entschieden hat liegt klar auf der Hand: In der Zeit von drahtloser Kommunikation sollte künftig auch Computerzubehör drahtlos mit den entsprechenden Endgeräten kommunizieren können. Im Prinzip ist das „kabellose“ Büro keine schlechte Angelegenheit – nur bis sich dieser Ansatz konsequent durchsetzen lässt wird noch einige Zeit vergehen. Gerade in sensiblen Bereichen wie bei Behörden, in der Forschung, beim Militär oder anderen Einrichtungen mit hohen Sicherheitsvorkehrungen wird man diesem Ansatz skeptisch gegenüber stehen. Schließlich lautet die Devise bei fest verlegten Kabeln immer noch „Wer meine Daten im Kabel abzapfen möchte, der muss ans Kabel. Wer meine Daten über Funkwellen abgreifen möchte, der kann auch in der hintersten Besenkammer hocken und wir würden eventuell nichts davon mitbekommen.“

Aber auch als Endbenutzer überlege ich, wo ich meinen Schwerpunkt setze: Auf weniger Kabel und dem Neukauf zahlreicher Geräte oder auf einen etwas breiteren Laptop mit den Anschlussmöglichkeiten die am besten zu mir passen.

Momentan tendiere ich eher zu letzterem – wie es bei euch aussieht könnt ihr mir gern in den Kommentaren erzählen.

Viele Grüße
– vom verkabelten Fabian.

10.03.2015 - 21:16 | Noch keine Kommentare
5. September 2014 | 2 Kommentare

Der Optimierungswahnsinn geht weiter

In der heutigen Zeit versucht man viele Dinge besser und effizienter zu gestalten. Gerade im Berufsleben ist man verloren, wenn man gerade nichts optimiert. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Arbeitsabläufe, Meetings, Diskussionsrunden oder Informationsbereitstellung handelt – aber auch im Privatleben geht einem der Optimierungswahn nicht aus dem Weg. Ich fühle mich ständig dabei erwischt, wie ich mehr oder weniger heimlich versuche meinen Alltag zu optimieren. Das geht dabei los, wenn man verschiedene Wege versucht zusammenzufassen, die schnellste Bahnverbindung sucht oder nach dem Supermarkt Ausschau hält, in dem die Lieblingspizza gerade im Angebot ist. Das Ziel sämtlicher dieser „Optimierungsversuche“ ist meist gleich – es soll gespart werden: entweder Zeit oder ein bisschen Geld.

Mittlerweile geht es sogar schon soweit, dass nicht nur die „bewussten“ sondern auch die „unbewussten“ Dinge optimiert werden sollen. Eines dieser „unbewussten“ Dinge ist der Schlaf. So erhielt ich vor einigen Tagen den Newsletter eines Elektronikmarkts, in dem ein nahezu schon revolutionäres System vorgestellt wurde: ein System zur Schlafüberwachung.

Dieses High-End-Gerät soll den Schlaf nicht nur überwachen sondern auch detaillierte Auswertungen darüber geben, wie man selbigen optimieren kann. Weiterhin beinhaltet es ein „Nachtlicht“, welches die Farbe je nach dem ob man einschlafen oder aufwachen soll ändert, und diverse Sensoren. So sollen beispielsweise Herzschlag, Atmung und Bewegung auf der Matratze erfasst werden. Der Clou des Ganzen: nach dem Aufwachen werden die gesammelten Daten direkt an Tablet oder Smartphone übertragen damit man – festhalten – sehen kann, ob man gut oder schlecht geschlafen hat.

Gerade auf diese Erkenntnis hat die Menschheit schon Jahrhunderte gewartet – ein Gerät, das einem verrät, ob man gut oder schlecht schlief. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich merke relativ zeitnah nach dem Aufwachen, ob ich gut oder schlecht geschlafen habe. Dummerweise merke ich das meist nicht nur allein sondern lasse auch ab und an meine Mitmenschen an dieser Körpererfahrung teilhaben – aber egal, das hat sich nach einer halben Stunde sowieso meist wieder gegeben.

Durch das eingangs erwähnte Nachtlicht soll das Aufwachen sogar noch leichter werden – da das Licht einen Sonnenaufgang (mit blauen Tönen, wohlgemerkt) simuliert braucht man quasi gar keinen Wecker mehr. Das ist natürlich eine nette Geschichte, aber auch dafür haben unsere lieben Vorfahren eine Abhilfe geschaffen. Diese Abhilfe nennt sich: Fenster. Sobald es draußen hell wird, fällt durch dieses „Fenster“ natürliches Licht in das Schlafzimmer. Schon unsere Vorfahren wurden so geweckt – weshalb brauchen wir dazu ein Gerät? Ich habe es selbst bemerkt und werde in abgedunkelten Räumen weitaus schlechter wach als bei mir zu Hause, wo mein Fenster nur durch einen dünnen, lichtdurchlässigen Vorhang etwas abgedeckt wird. Natürlich soll das Gerät auch beim Einschlafen helfen – dieses wird durch rote Lichttöne unterstützt. Auch dazu haben sich auch vorher schon Menschen Gedanken gemacht. Neben der erwähnten Abhilfe „Fenster“ gesellt sich noch ein zweiter Abhilfen-Kamerad dazu: der Lichtschalter. Angenommen man geht im Sommer nicht schon um 20 Uhr ins Bett, hilft es so lange abzuwarten, bis durch dieses „Fenster“ kein natürliches Licht mehr fällt. Anschließend stellt man nur noch den „Lichtschalter“ auf „aus“ und schon sollte man seine Hand nicht mehr vor Augen sehen können. Ganz einfach und es kostet nicht mal viel.

Da nur Licht und Datenaufzeichnung natürlich langweilig sind, liefert das Gerät auch Audiountermalungen, um uns beim Aufwachen zu helfen. Ich muss es mittlerweile sicherlich gar nicht mehr erwähnen, aber auch zu diesem Punkt hilft uns die Natur völlig gratis und jeden Tag aufs Neue. Je nach Wohnlage werden entweder die Tonlagen „Vogelzwitschern“, „Schulkinder“, „Berufsverkehr“ oder „Baustelle“ ausgeliefert – in einigen exklusiven Lagen sogar eine Mischung aus zwei oder mehreren Varianten.

Mir tut es zwar außerordentlich Leid, dass ich versuche so ein ausgefeiltes Geschäftsmodell mit „billigen Hausmitteln“ zu schlagen, allerdings bin ich der Meinung, dass man gerade bei elementaren Dingen wie dem Schlaf ruhig etwas auf das Optimieren verzichten kann und sich auf die natürlichen Gegebenheiten verlassen sollte. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich jeden Tag vom Sonnenaufgang wecken lassen soll, aber mit einem sanften Wecker und vor allem vorher ausreichendem Schlaf ist es meist schon getan. Falls das nicht hilft oder man sich nach jeder Nacht wie totgeschlagen fühlt, stehen sicher auch Arzt und Schlaflabor mit Rat und Tat zur Seite – sicher auch zuverlässiger und wissenschaftlich fundierter als ein Gerät zur Eigendiagnose.

Übrigens: Das „Gerät“ wird mit einem Preis von ungefähr 300 Euro beworben. Noch ein Grund weshalb man das Optimieren ruhig einmal sein lassen kann.

Wie steht ihr zum „Optimierungswahn“? Habt ihr „Helfer“, die euch beim Schlafen unterstützen? Lasst es mich mit einem Kommentar wissen.

Allzeit schöne Träume wünscht,
– Fabian.

05.09.2014 - 22:30 | 2 Kommentare
15. Mai 2014 | 2 Kommentare

Kriminelles Madrid? Dem Diebstahl auf der Spur.

Im Zuge der Reisevorbereitung des letzten langen Wochenendes wurde vielerorts im Internet gewarnt: das Reiseziel sei hochgradig kriminell, selbst Einheimische haben sich ans regelmäßige beklaut werden gewöhnt und am besten reise man sowieso ohne Gepäck an. Natürlich war ich durch solch eindringliche Warnungen etwas verunsichert aber lies mir nicht den Ehrgeiz nehmen, mich dieser Gefahr zu stellen.

Los ging es also in Richtung Madrid. Schon auf dem Weg vom Flughafenterminal zur U-Bahn fiel mir auf, dass alles sehr sauber und gepflegt aussah. Kein Vergleich mit einem deutschen „Hauptstadtflughafen“ Berlin Tegel. Gerade in der Flughafen-U-Bahn hätten es ja viele Langfinger auf das Gepäck der Touristen abgesehen.

Bei unserer Ankunft am späten Nachmittag eines Feiertages war in der U-Bahn selbst kaum Verkehr und jeder, der etwas hätte stehlen wollen, wäre sofort aufgefallen. Auch beim Umsteigen in andere Linien und beim Kofferschleppen über (Roll)treppen machte nichts den Eindruck, als würde man gleich seine Brieftasche los sein.

Im Hotel angekommen wurden erstmal alle „Wertsachen“ im Zimmersafe verstaut und die Erkundungstour in der Innenstadt selbst begann. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die meisten Innenstädte ab 20 Uhr fast ausgestorben sind beginnt das Leben in Madrid erst richtig. Die Plätze und Straßen füllen sich mit Menschen und selbst noch um Mitternacht ist es voller als in manchen deutschen Innenstädten zur besten Shoppingzeit am Samstag. Auch davor wurde gewarnt – Taschendiebstahl im Gedränge, Portemonnaies die aus Hosen geklaut werden und absichtliches Beschütten mit Getränken, um die Opfer abzulenken, würde zum alltäglichen Leben dazu gehören. Auch in Restaurants müsse man vorsichtig sein, schließlich mischen sich die Langfinger unter die Gäste und versuchen ihnen die Wertgegenstände vom Boden oder Tisch zu entwenden.

Ungefähr das dachte ich, als ich mich am ersten Abend durch Madrid bewegte. Spätestens danach stellte ich fest, dass ein Großteil meiner Angst unbegründet war. Während der gesamten Reise kam es nur ein mal zu einem Vorfall, vor dem im Internet gewarnt wurde: Kinder, die Unterschriften für was-auch-immer sammeln. Diese sprechen wohl gezielt Touristen an und während die Touristen den Unterschriftenzettel inspizieren sind die Brieftaschen schon weg – so stand es zumindest im Internet. Als wir mit einer Unterschriftenliste konfrontiert wurden genügte allerdings ein kurzes Abwinken und das Kind suchte sich die nächsten Opfer.

Ich denke, selbst in Madrid ist die Diebstahlsituation nicht viel ernster als in anderen, insbesondere deutschen, Städten, so lange man genügend Vorsichtsmaßnahmen ergreift. Dazu gehört es unter anderem Kopien von wichtigen Dokumenten anzufertigen und diese anstelle der Originaldokumente unterwegs dabei zu haben. Nichts ist ärgerlicher als ein verwehrter Rückflug, weil man sich am Flughafen plötzlich nicht ausweisen kann.  Nicht benötigte Karten wie IKEA Family, die Kundenkarte der Dönerbude um die Ecke und die Zugangskarte fürs Büro wird man im Urlaub vermutlich eher weniger brauchen und muss diese auch gar nicht erst mit sich herumtragen. Als Frau empfiehlt es sich die Handtasche geschlossen zu halten und als Mann sollte man die Brieftasche nicht unbedingt in die weite Arschtasche stopfen. Schon durch diese simplen Maßnahmen nimmt man Gelegenheitsdieben genügend Angriffsfläche – diese wollen ja schließlich nicht auffallen und suchen sich lieber einfachere Opfer aus.

Je unsicherer man selbst wirkt, desto einladender ist man für Verbrecher aller Art – deshalb mein Hinweis: Nicht durch jeden Bericht im Internet verunsichern lassen und die Zeit in Madrid genießen. Die Stadt ist pulsierend, abwechslungsreich und trotzdem kompakt, so dass man im Zentrum gut zu Fuß vorwärts kommt. Durch ein paar einfache Sachen kann man sich vor kleinen Gefahren schützen und hat so einen hoffentlich tollen Urlaub ohne ärgerliche Erlebnisse.

Wer von euch war denn schon mal in Madrid? Wurdet ihr durch die vielfältigen Kriminalitätsberichte auch verunsichert?

Bilder der Reise werde ich in den nächsten Tagen bzw. Wochen noch auf Flickr veröffentlichen und natürlich auch hier zusammen mit ein paar Worten veröffentlichen.

Cheers,
– Fabian.

15.05.2014 - 19:31 | 2 Kommentare
19. September 2013 | Noch keine Kommentare

Großer Vogel über großer Stadt – der A380 zu Gast in Leipzig

Auch bei Deutschlands größter Fluggesellschaft müssen Piloten regelmäßig üben, damit sie ihre Passagiere sicher in die Luft und wieder nach unten bekommen – dies stellten am letzten Samstag auch viele Leipziger fest. Über dem Norden der Stadt konnte man einen seltenen Gast am Himmel erkennen: der Airbus A380 war da.

Im Rahmen von Trainingsflügen der Lufthansa drehte der Airbus D-AIMC, der auf den Namen der chinesischen Hauptstadt Peking getauft wurde, zwischen 12 und 16 Uhr einige Runden. Da Start- und Landegebühren auch auf dem Leipziger Flughafen nicht geschenkt sind, startete der A380 kurz vor dem Aufsetzen durch und war sozusagen ununterbrochen in der Luft – somit ergab sich die ideale Gelegenheit für ein paar Fotos, die ich natürlich niemandem vorenthalten möchte.

Die Fotos findet ihr in einem Album auf meinem Flickr-Account unter: http://www.flickr.com/photos/fabi-de/sets/72157635660884015/

A380 5

Viel Spaß beim Anschauen wünscht
– Fabian

19.09.2013 - 21:41 | Noch keine Kommentare
8. August 2013 | Noch keine Kommentare

Liebe Leipziger Verkehrsbetriebe!

… nach meinen letzten Erlebnissen in euren Verkehrsmitteln habe ich mich dazu entschlossen, einmal eine andere Form zur Kontaktaufnahme zu wählen und schreibe euch deshalb diesen Brief.

In letzter Zeit fühle ich mich als Fahrgast in euren Verkehrsmitteln einfach nicht mehr wohl und komme mir als Kunde immer mehr wie das letzte Rad an Bahn oder Bus vor. Natürlich ist es für euch nicht einfach und auch schlichtweg nicht möglich für jeden Fahrgast immer und überall da zu sein aber in der heutigen Zeit (und bei den heutigen Ticketpreisen) erwartet man als Fahrgast mehr, als nur mehr oder weniger schnell von A über B nach C gebracht zu werden.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ihr euch in den letzten Jahren schon um einiges verbessert habt – dies betrifft vor allem die Fahrgastinformation. Seitdem es euer Social Media Team auf Facebook und Twitter gibt, hat man wenigstens das Gefühl, einen „festen“ Ansprechpartner zu haben, der die Kommentare der Fahrgäste / Internetnutzer ernst nimmt und versucht darauf einzugehen – die beiden Kolleginnen machen das echt super und verdienen mein Lob, denn ihr Job ist sicherlich nicht immer einfach und ab und an auch ziemlich ärgerlich.

Jedoch ist es nicht unbedingt zielführend, wenn man Lob, Kritik und sonstige Anmerkungen einkippt und nie das Gefühl hat, dass sich wirklich etwas ändert. Es ist ungefähr so, als ob ich das Unkraut jedes Mal nur an der Oberfläche abschneide, anstatt es gleich mit der Wurzel zu entfernen. Daraufhin folgt, dass man sich wundert, weshalb das Unkraut immer wieder auftaucht, obwohl man doch scheinbar etwas dagegen unternahm.

Meist ist es einfach ärgerlich, wenn man sich auf euren Fahrplan nicht verlassen kann. Natürlich gibt es viele Faktoren, die zu Verspätungen führen können – dazu gehören Falschparker, Baustellen, überfüllte Straßen und viel mehr. Das weiß man als Fahrgast zwar aber es ist nicht erfüllend, wenn man jedes Mal rätseln muss, wann die Bahn fährt / ob sie schon fuhr und wann man an sein Ziel kommt. Gerade im Berufsverkehr merkt man sehr oft, dass Verspätungen auftauchen, die nicht immer wieder eingeholt werden können – aber wozu gibt es einen Fahrplan, wenn man ihn sowieso nicht gebrauchen kann?

Nehmt euch doch ein Beispiel an anderen Städten – da ist es zum Beispiel üblich, dass während des Berufsverkehrs nur der Takt angegeben wird, in dem die Bahnen oder Busse fahren. So weiß man als Fahrgast, wie lange man ungefähr auf die nächste Fahrt warten muss, aber ärgert sich nicht, falls die Bahn mal eine Minute später kommt oder eine Minute eher abfährt. Natürlich funktioniert dies nur auf Streckenabschnitten die einigermaßen dicht befahren sind – zum Beispiel in der Karl-Liebtknecht-Straße oder in der Eisenbahnstraße – wenn nur alle 20 Minuten ein Bus oder eine Bahn fährt sind Fahrgäste über „fixe“ Abfahrtszeiten dankbarer. Es liegt an euch, einen guten Mittelweg zu finden und die Sache umzusetzen – falls ihr es in Erwägung zieht.

Ein weiterer Punkt, der mir immer wieder bitter aufstößt, ist das „Gemuffel“ eurer Fahrer – vor allem im Bus. Ich möchte keinesfalls alle Fahrer über einen Kamm scheren, da es auch sehr positive Ausnahmen gibt, aber in der Regel kommt man sich als Fahrgast im Bus nicht wirklich willkommen vor. Vielleicht bin ich aus anderen Städten, wie z.B. London, verwöhnt – denn dort wird auf ein freundliches „Good Morning!“ oder „Thank you!“ (beim Verlassen des Busses) genau so freundlich reagiert. Hier in Leipzig werden die Fahrgäste beim Einsteigen teilweise nicht mal angesehen (was auch die Fahrscheinprüfung unnötig macht) und auf ein „Guten Morgen“ oder „Guten Abend“ folgt in den meisten Fällen höchstens ein „Mrrhhn“ oder „Mmmhnd“. Wenn mir dies in einer Woche 3-4x passiert, ist es kein Wunder, dass man beim 5. oder 6. Mal auch keine Lust mehr hat, gegen eine scheinbare Wand zu sprechen.

Wenn es dann noch passiert, dass ein Fahrer während eines 5-minütigen Aufenthalts an einer Haltestelle den Motor laufen lassen muss (während er nicht mal im Bus ist, sondern weiter weg mit Kollegen plauscht (mir juckt es schon in den Fingern, bei so einer Gelegenheit selbst mal zu fahren ;-)), ihr aber andererseits jedes Jahr erneut von „gestiegenen Energiekosten“ sprecht und die Fahrpreise erhöht, kommt man sich als Fahrgast erst recht verarscht vor. Mittlerweile ist es Standard, dass man in der Fahrschule „vorausschauendes“ und „umweltschonendes Fahren“ lernt – vielleicht wäre ein kleiner Auffrischungskurs bei euren Fahrern keine schlechte Idee.

In den letzten Jahren hat sich zwar vieles verbessert, aber wie ihr seht, gibt es noch genügend offene Baustellen, die sich nicht auf defekte Gleise oder Fahrzeuge beziehen. Redet einfach mit euren Fahrgästen – wie wäre es zum Beispiel mit einer  Zufriedenheitsumfrage bei langjährigen Abokunden? Als zahlender Kunde finde ich es wichtig, wertgeschätzt und angehört zu werden. Wenn man dann noch merkt, dass Feedback vielleicht sogar umgesetzt wird, ist das Ziel von wirklich gutem Service nicht weit entfernt. Falls allerdings bei den Kunden das Gefühl entsteht, dass einfach nur eine Monopolstellung ausgenutzt wird und man auch gern ohne Kunden durch die Gegend fahren würde, ist das ein Schritt in die falsche Richtung.

Gibt es eigentlich jemanden bei euch, der zur Hauptaufgabe hat, „Innovationen“ zu suchen und das Netz benutzerfreundlicher zu machen? In einer ruhigen Minute hätte ich bestimmt noch den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag.

Viele Grüße,
– ein Kunde, der die Hoffnung auf ein wirklich gutes Angebot noch nicht ganz aufgab.

[Anmerkung: Ich werde den LVB diesen Brief in den nächsten Tagen auch noch einmal schriftlich zukommen lassen und bin sehr auf die Antwort gespannt.]

08.08.2013 - 20:56 | Noch keine Kommentare
5. August 2013 | Noch keine Kommentare

Veggieday, Falschrumschlaftag und weitere Ideen

Es ist mal wieder soweit – der Wahlkampf läuft und die Parteien tun scheinbar alles, um etwas mehr Aufmerksamkeit und vielleicht auch die ein oder andere Wählerstimme zu bekommen. Mit dabei sind natürlich auch unsere grünen Freunde, die sich (mal wieder) über die Einführung eines Veggieday äußerten.

Allen voran sollen staatliche Kantinen (in Schulen, Behörden, …) einen vegetarischen Tag anbieten und viele andere Versorger sollten sich anschließend ein Beispiel daran nehmen. Nun weiß ich nicht, wo die Politiker der Grünen normalerweise essen, denn es steht in vielen Kantinen bereits täglich ein vegetarisches Gericht auf dem Speiseplan. Damit meine ich nicht „Hauptgericht ohne Fleischbeilage“ sondern eine vollwertige Mahlzeit.

Weshalb sollte man also nun ausgerechnet einen Tag einführen, in dem die Wahlfreiheit Fleisch/Vegetarisch genommen wird? Sollen damit die Döner- und Currywurststände um die Ecke gefördert werden? Geht man ernsthaft davon aus, dass weniger Tiere verwertet werden, weil es an einem Tag kein Fleisch in der Kantine gibt? Bestimmt nicht. Die Tiere werden trotzdem geschlachtet und zu Schnitzeln, Steaks oder „Wurst“ genannten Fleischabfällen verarbeitet.

Ein Umdenken zum Fleischkonsum fängt bei jedem persönlich an und hat in der Politik nichts zu suchen – auch wenn das einige Personen anders sehen.

Alternativ bin ich sonst natürlich auch für die Einführung Tagen wie „Heute schlafen wir alle mit dem Kopf am Fußende“, „Wir schreiben alle mit der linken Hand“, „Fernsehfreier Sonntag“ oder „Heizungsfreies Weihnachten“.

Eine Sache haben unsere grünen Politiker allerdings geschafft: man spricht im Wahlkampf über sie. Ob dies nun gut oder schlecht ist werden wir zur Wahl im nächsten Monat sehen.

Cheers,
– Fabian.

05.08.2013 - 22:26 | Noch keine Kommentare
21. November 2012 | Noch keine Kommentare

Euro-Symbol in LaTeX verwenden

Nachdem ich schon einige Zeit lang meine Briefe mit LaTeX schreibe, begegnete mir heute zum ersten Mal die Problemstellung, wie ich denn überhaupt ein Euro-Symbol (€) vernünftig in LaTeX setzen könnte. Die Eingabe über die Tastatur funktioniert zumindest bei der Nutzung von TeXShop und der Kodierung „applemac“ nicht wie gewünscht – es wird einfach kein Symbol dargestellt.

Abhilfe kann in diesem Fall das Paket „eurosym“ schaffen. Mit dem Paket habt ihr verschiedene Möglichkeiten Euro-Beträge darzustellen und könnt das Euro-Symbol, welches sich der genutzten Schriftart anpasst, auch per direkter Eingabe in eurem Dokument verwenden. Um dies zu tun, fügt ihr einfach noch den Befehl \let € = \euro in euer Dokument ein und schon gehts los.

Cheers,
– Fabian. 

21.11.2012 - 14:35 | Noch keine Kommentare
6. September 2012 | Noch keine Kommentare

Übernachten bei Travelodge

Hotelzimmer bei Travelodge

So sah unser Hotelzimmer bei Travelodge aus.

Sobald man mit der Reiseplanung beschäftigt ist, stellt sich die zwingende Frage wo man eigentlich übernachten soll. Gerade bei Reisen nach Großbritannien oder Irland stößt man bei der Beantwortung dieser Frage auch schnell auf Travelodge. Da man viel auf diversen Hotelbewertungsseiten liest und man sich manchmal fragt „Was schreiben die Leute da eigentlich für Zeug zusammen?“, möchte ich hier selbst ein paar Erfahrungen zu meinem Aufenthalt bei Travelodge teilen.

Was ist das Besondere an Travelodge?

Zunächst einmal natürlich der Preis. Für wenig Geld bekommt man in vielen Städten ein Dach über dem Kopf. Laut Website sind 80% aller Hotels entweder in Stadtzentren oder an anderen Hotspots gelegen. Für diesen guten Preis muss man allerdings auch seine Erwartungen anpassen und bekommt eventuell nicht den Service, den man aus anderen, höherpreisigen Hotels kennt.

Die Kette hat es quasi zum Leitsatz gemacht, den bestmöglichen Preis für eine Übernachtung anzubieten und dabei trotzdem ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis zu gewährleisten.

Damit dieser Leitsatz auch umgesetzt werden kann, ist einiges anders als bei „herkömmlichen“ Hotels, was ich hier kurz darstellen möchte:

  • Die Zimmer bei Travelodge sind wirklich nur spärlich eingerichtet. Es gibt keine Bilder oder sonstige Dekoration, um keine unnötigen Kosten zu verursachen.
  • Außer einer Seife werden keine Hygieneartikel wie Shampoo oder Duschgel bereitgestellt.
  • Wer im Winter verreist oder längere Haare hat, sollte außerdem einen Fön mitbringen. Man kann sich zwar selbst Föne an der Rezeption ausleihen, muss eventuell aber etwas warten.
  • Es gibt kein Telefon auf dem Zimmer – also besser das Handy nicht vergessen.
  • Auf jedem Zimmer gibt es einen Wasserkocher mit Tee und Kaffee zum Selbstmachen.
  • WLAN im Hotel ist kostenpflichtig (außer in der Lobby, allerdings sind Datenvolumen und Geschwindigkeit pro Tag begrenzt).
  • Es wird kein Gepäck an der Rezeption aufbewahrt, wenn man vor der Check-In-Zeit oder nach der Check-Out-Zeit noch in der Umgebung bleiben möchte und sein Gepäck nicht mitschleppen will.
  • Es gibt einen Fernseher auf dem Zimmer, jedoch kein Radio mit Weckfunktion.
  • Es gibt keinen Zimmerservice.
  • Normalerweise gibt es nur ein Kopfkissen und Handtuch pro Person – wer mehr möchte, muss es sich bei der Rezeption ausleihen.
  • Durch die günstigen Preise fühlt man sich eher wie in einer Jugendherberge anstatt wie in einem Hotel.
Dusche in Travelodge Hotelzimmer

Das Bad bzw. die Dusche

Wenn man sich diese Punkte vorher durchliest und sich so schon über das Hotel und die Ausstattung dort informiert, sollte man eigentlich perfekt vorbereitet in den Urlaub fahren können. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man ohne Duschbad im Hotel ankommt oder gern in liebevoll eingerichteten Zimmern übernachtet, allerdings sollte man dafür auch das entsprechende Geld ausgeben.

Ansonsten ist Travelodge ein ganz normales Hotel mit, je nach Hotel, Bar und Restaurant, Doppel- und Familienzimmern, behindertengerechten Zimmern und den üblichen Annehmlichkeiten. Mit Sauberkeit und Freundlichkeit des Personals hatte ich im Hotel in London überhaupt keine Probleme. Dies kann man aber nur schlecht pauschalisieren – jeder hat andere Maßstäbe und auch das Personal in einem Hotel ändert sich oft, so dass dies jeder selbst einschätzen sollte. Ich persönlich würde Travelodge auf jeden Fall wieder besuchen, da man, wenn man ein paar Einschränkungen hinnehmen kann, eine gute und preisgünstige Übernachtungsmöglichkeit geboten bekommt.

Welche Erfahrungen habt ihr bei Hotelaufenthalten bisher gemacht? Wurdet ihr schon einmal schlecht überrascht, als ihr im Hotel angekommen seid? Was ist euer Lieblingshotel? Ich freue mich auf Antworten in den Kommentaren!

In den nächsten Tagen werde ich außerdem einen Artikel mit ein paar Tipps zur Planung von Hotelaufenthalten veröffentlichen, also seid gespannt.

Bis dahin viele Grüße,
– Fabian. 

Schreibtisch bei Travelodge

Schreibtisch mit TV, Wasserkocher und Tee bzw. Kaffeepulver.

06.09.2012 - 19:36 | Noch keine Kommentare

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